Schimmel an Wänden oder im Keller dauerhaft beseitigen.


Ratgeber für Berlin und Brandenburg

Schimmel im Keller oder an den Wänden dauerhaft beseitigen – warum Streichen nicht ausreicht

Schimmel an Keller- oder Innenwänden ist mehr als ein optisches Problem. Für eine dauerhafte Schimmelsanierung müssen der verborgene Befall und vor allem die Ursache der Feuchtigkeit erkannt und fachgerecht behoben werden.

Kurz erklärt: Warum kommt Schimmel nach dem Streichen zurück?

Die kurze Antwort: Neue Farbe verdeckt lediglich den sichtbaren Befall. Feuchtigkeit kann weiterhin im Putz oder Mauerwerk vorhanden sein. Außerdem sitzt Schimmel häufig nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch im Putz oder an der Grenzfläche zwischen Putz und Mauerwerk. Bleiben Feuchtigkeitsquelle und belastete Materialien bestehen, kann der Schimmel trotz neuer Farbe erneut sichtbar werden.

Dunkle Flecken, abplatzende Farbe, ein muffiger Geruch oder feuchte Stellen weisen häufig darauf hin, dass sich zu viel Feuchtigkeit im Mauerwerk oder an der Wandoberfläche befindet. Wer die betroffenen Flächen lediglich reinigt und anschließend neu streicht, verdeckt das sichtbare Problem meistens nur für kurze Zeit.

Solange die Ursache der Feuchtigkeit nicht erkannt und behoben wird, kann der Schimmel erneut auftreten. Für eine dauerhafte Lösung müssen deshalb nicht nur die sichtbaren Spuren entfernt, sondern auch das Gebäude, der Wandaufbau und die vorhandene Feuchtigkeitsbelastung genau untersucht werden.

Warum entsteht Schimmel an Keller- und Innenwänden?

Schimmelpilze benötigen vor allem Feuchtigkeit, um sich auszubreiten. Besonders häufig entstehen Probleme in Kellerräumen, weil die Wände dort kühler sind und teilweise direkten Kontakt zum Erdreich haben. Aber auch in Wohnräumen können kalte Oberflächen, Wärmebrücken, Wasserschäden oder undichte Bauteile zu erhöhter Feuchtigkeit führen.

Häufige Ursachen für Schimmel und feuchte Wände

  • eine beschädigte oder fehlende Außenabdichtung
  • seitlich eindringende Bodenfeuchtigkeit
  • aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk
  • undichte Rohr-, Kabel- oder Gebäudedurchführungen
  • Risse in Beton-, Mauerwerks- oder Kellerwänden
  • defekte Wasser-, Heizungs- oder Abwasserleitungen
  • Wärmebrücken und dauerhaft kalte Wandoberflächen
  • Kondenswasser durch ungeeignetes Lüften oder Heizen
  • unzureichende Trocknung nach einem Wasserschaden
  • hohe Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig schlechter Luftzirkulation

Nicht immer ist falsches Lüften die Ursache. Gerade bei älteren Gebäuden, Kellern und Bestandsimmobilien in Berlin und Brandenburg können fehlende Abdichtungen, beschädigte Bauteile oder dauerhaft durchfeuchtetes Mauerwerk hinter dem Schimmelbefall stecken. Deshalb sollte vor einer Sanierung zwischen nutzungsbedingter Feuchtigkeit und einem baulichen Schaden unterschieden werden.

Warum reicht einfaches Überstreichen bei Schimmel nicht aus?

Beim Überstreichen wird lediglich die sichtbare Oberfläche behandelt. Die Feuchtigkeit kann jedoch weiterhin im Putz, im Mauerwerk, hinter einer Tapete oder unter einer Beschichtung vorhanden sein. Der Schimmel wird dadurch nicht dauerhaft beseitigt, sondern zunächst nur verdeckt.

Schimmel kann im oder unter dem Putz verborgen sein

Schimmel sitzt häufig nicht nur auf der sichtbaren Farbschicht. Bei länger anhaltender Feuchtigkeit kann sich der Befall auch im Putz oder an der Grenzfläche zwischen Putz und Mauerwerk ausbreiten. Wird die Wand lediglich gereinigt und neu gestrichen, bleibt dieser verborgene Befall möglicherweise bestehen. Genau deshalb kommt Schimmel nach Malerarbeiten oftmals zurück. Abhängig vom Schadensumfang müssen belastete Beschichtungen und geschädigte Putzbereiche fachgerecht entfernt werden.

Nach einiger Zeit können erneut Flecken, Verfärbungen oder Ablösungen entstehen. Häufig beginnt die Farbe Blasen zu werfen oder der Putz löst sich von der Wand. Auch ein muffiger Geruch kann trotz frisch gestrichener Flächen bestehen bleiben.

Sogenannte Anti-Schimmel-Farben können das Wachstum an der Oberfläche zeitweise hemmen. Sie beseitigen jedoch weder eine undichte Kellerwand noch aufsteigende Feuchtigkeit oder einen Wassereintritt. Ohne Beseitigung der eigentlichen Ursache bleibt der Erfolg daher meist nur von kurzer Dauer.

Die Feuchtigkeitsursache muss zuerst gefunden werden

Vor jeder Schimmel- oder Feuchtigkeitssanierung sollte geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt. Das sichtbare Schadensbild allein reicht dafür nicht immer aus. Wasser kann innerhalb eines Bauteils wandern und an einer anderen Stelle sichtbar werden als dort, wo es ursprünglich eingedrungen ist.

Zu einer fachgerechten Untersuchung können gehören:

  • die Begutachtung der betroffenen Wand- und Deckenflächen
  • Feuchtigkeitsmessungen im Putz und Mauerwerk
  • die Kontrolle vorhandener Abdichtungen
  • die Überprüfung von Rissen, Fugen und Anschlüssen
  • die Untersuchung von Rohr-, Kabel- und Gebäudedurchführungen
  • die Bewertung möglicher Wärmebrücken und Kondensatbildung
  • die Prüfung auf aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit

Erst nach der Ursachenanalyse lässt sich entscheiden, welche Sanierungsmaßnahme tatsächlich erforderlich ist. Eine seriöse Lösung orientiert sich am konkreten Gebäude und nicht allein am sichtbaren Fleck.

Wie wird Schimmel dauerhaft beseitigt?

Eine nachhaltige Schimmelsanierung erfolgt schrittweise. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: untersuchen, Feuchtigkeitsursache stoppen, belastete Materialien behandeln oder entfernen, Bauteil trocknen und erst danach die Oberfläche wiederherstellen.

  1. 1. Schadensumfang feststellen

    Zunächst wird geprüft, wie groß der sichtbare Befall ist und ob auch Putz, Mauerwerk oder angrenzende Bauteile betroffen sind. Ebenso muss geklärt werden, ob es sich um einen oberflächlichen Schaden oder um eine tiefer liegende Durchfeuchtung handelt.

  2. 2. Ursache der Feuchtigkeit beheben

    Abhängig vom Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Dazu gehören beispielsweise eine nachträgliche Horizontalsperre, eine Rissinjektion, eine Negativabdichtung, eine Flächeninjektion oder die Abdichtung einer undichten Gebäudeeinführung.

    Welche Methode geeignet ist, hängt vom Gebäude, dem Wandaufbau und der Art der Feuchtigkeitsbelastung ab. Es gibt deshalb keine Universallösung, die bei jedem Schimmelschaden funktioniert.

  3. 3. Befallene Materialien fachgerecht behandeln oder entfernen

    Lose Farbe, geschädigter Putz und stark belastete Materialien müssen gegebenenfalls entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass Schimmelbestandteile nicht unnötig in andere Räume verteilt werden.

    Bei größeren, wiederkehrenden oder unklaren Schäden sollte die Beseitigung nicht ohne fachkundige Unterstützung durchgeführt werden.

  4. 4. Mauerwerk kontrolliert trocknen

    Nach der Abdichtung beziehungsweise Reparatur muss das betroffene Bauteil ausreichend trocknen. Wird eine Wand zu früh neu verputzt oder gestrichen, kann eingeschlossene Restfeuchtigkeit erneut zu Schäden führen.

  5. 5. Wandaufbau fachgerecht wiederherstellen

    Nach erfolgreicher Trocknung kann die Wand fachgerecht aufgebaut werden. Je nach Belastung können mineralische Baustoffe oder geeignete Sanierputzsysteme eingesetzt werden. Sie ersetzen jedoch nicht die notwendige Abdichtung, sondern sind Bestandteil eines auf das Schadensbild abgestimmten Sanierungskonzepts.

Vorsicht beim Lüften von Kellerräumen im Sommer

Ein häufiger Fehler ist das dauerhafte Öffnen der Kellerfenster an warmen Sommertagen. Warme Außenluft kann viel Feuchtigkeit enthalten. Gelangt sie in einen kühlen Keller, kühlt sie an den kalten Wandoberflächen ab. Dabei kann Kondenswasser entstehen, das die Schimmelbildung zusätzlich begünstigt.

Im Sommer sollten Kellerräume deshalb möglichst dann gelüftet werden, wenn die Außenluft kühler und trockener ist – beispielsweise in den frühen Morgenstunden. Besteht jedoch bereits ein baulicher Feuchtigkeitsschaden, reicht auch richtiges Lüften allein nicht aus.

Welche Warnzeichen deuten auf Feuchtigkeit oder Schimmel hin?

Nicht nur sichtbarer Schimmel weist auf ein Feuchtigkeitsproblem hin. Auch folgende Anzeichen sollten untersucht werden:

  • muffiger oder erdiger Geruch
  • dunkle, grünliche oder gelbliche Wandflecken
  • abplatzende Farbe oder Blasen unter der Beschichtung
  • hohl klingender, feuchter oder bröckelnder Putz
  • weiße Salzausblühungen
  • dauerhaft kalte und feuchte Wandbereiche
  • wiederkehrende Flecken nach dem Streichen
  • Schimmel hinter Möbeln, Tapeten oder Wandverkleidungen

Je früher die Ursache festgestellt wird, desto eher lassen sich größere Schäden an Putz, Mauerwerk und angrenzenden Bauteilen vermeiden.

Bauwerksabdichtung vom Fachbetrieb

Schimmel und feuchte Wände in Berlin und Brandenburg sanieren

BT Bautenschutz ist Ihr Fachbetrieb für professionelle Bauwerksabdichtung und die Sanierung feuchtigkeitsgeschädigter Bauteile in Berlin und Brandenburg.

Wir untersuchen das vorhandene Schadensbild und entwickeln eine passende Lösung für Ihr Gebäude. Abhängig von der Ursache können unter anderem Injektionsverfahren, Horizontalsperren, Flächeninjektionen, Negativabdichtungen, Rissinstandsetzungen oder Sanierputzsysteme zum Einsatz kommen.

Unser Ziel ist es, nicht nur die sichtbaren Folgen zu behandeln, sondern den Feuchtigkeitseintritt dauerhaft zu stoppen und die Bausubstanz langfristig zu schützen – im Berliner Stadtgebiet ebenso wie im Brandenburger Umland.

Häufig gestellte Fragen zu Schimmel und feuchten Wänden

Kann Schimmel einfach überstrichen werden?

Nein. Durch das Überstreichen werden lediglich die sichtbaren Verfärbungen verdeckt. Bleibt Feuchtigkeit in der Wand oder befindet sich Befall im beziehungsweise unter dem Putz, kann der Schimmel erneut auftreten.

Kann Schimmel unter dem Putz sitzen?

Ja. Bei anhaltender Feuchtigkeit kann der Befall über die sichtbare Farbschicht hinausreichen und sich im Putz oder an der Grenzfläche zum Mauerwerk befinden. Deshalb muss vor einer rein optischen Renovierung geprüft werden, wie tief der Schaden reicht.

Reicht richtiges Lüften zur Schimmelbeseitigung aus?

Richtiges Lüften kann Kondenswasser und einer erhöhten Luftfeuchtigkeit entgegenwirken. Bei undichten Bauteilen, aufsteigender Feuchtigkeit oder einem Wasserschaden muss jedoch die bauliche Ursache behoben werden.

Warum kommt der Schimmel nach dem Streichen zurück?

In vielen Fällen befindet sich weiterhin Feuchtigkeit im Bauteil oder gelangt erneut in die Wand. Farbe und oberflächliche Reinigungsmittel stoppen diesen Feuchtigkeitsnachschub nicht. Auch tiefer liegender Befall kann nach der Renovierung wieder sichtbar werden.

Wann sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden?

Fachliche Unterstützung ist insbesondere bei größeren, wiederkehrenden oder unklaren Schäden sinnvoll. Auch feuchtes Mauerwerk, abplatzender Putz, Salzausblühungen, Risse und ein anhaltend muffiger Geruch sollten untersucht werden.

Hinweis zur Texterstellung: Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft sowie bearbeitet.